Feuermelder (mit Fahrrad)
Auch die Dienstpflichten werden sehr streng gehandhabt. In einem Jahr müssen zwei Übungen abgehalten werden. Unter § 29 heißt es: Der Pflichtige, welcher eine Übung unentschuldigt oder ohne triftigen Grund versäumt, verfällt unnachgiebiger Bestrafung.
Feueralarm wurde durch Sturmläuten, Trommeln und Trompetensignale gegeben. Der Löscheinsatz wurde vom Bürgermeister des Ortes geleitet. Nach dem Eintreffen des Amtsvorstandes ging die Leitung an den Selbigen über. Bei größeren Bränden wurden benachbarte Löschmannschaften durch Feuerreiter oder Feuerboten alarmiert.
Am 18. Februar 1920 erging ein Erlass an alle Bezirksämter (Landratsämter) vom Ministerium des Innern in Karlsruhe der an die Gemeinde weitergegeben wurde. Jede Gemeinde hatte eine Löschmannschaft zu stellen.
Am 21. August 1924 wurden die Gemeinden vom Bezirksamt angemahnt, eine Löschmannschaft auf zu stellen.
Am 16. Dezember 1928 wurden in Mittelschefflenz eine Feuerlöschordnung und eine Löschmannschaft aufgestellt.
Als Obmann (Kommandant) wurde ernannt: Karl Gramlich (Schmied)
Als dessen Stellvertreter wurde ernannt: Karl Keilbach (Blechner)
Am 22. November 1932 wurden die Feuerlöscheinrichtungen (Geräte, Hydranten, Reservoir) von Feuerlöschinspektor Dold Überprüfungen unterzogen. Die Stärke der Mannschaft betrug 1/47.
Am 30. November 1939 wurde in Mittelschefflenz eine Freiwillige Feuerwehr gegründet: Stärke 1/27
Bürgermeister Becker Schriftführer: Karl Eifler
Kdt.: Ludwig Baier Kassenwart: Artur Schertler
Stv.: Emil Schumacher Gerätewart: Emil Thomaier
Gründungsmitglieder: Karl Bauer Karl Seitz
Alfred Kühner Otto Feil
Emil Schumacher Karl Schneider
Karl Eifler Ludwig Baier
Emil Müller Oskar Feil
Karl Faß Hans Martin
Artur Schertler Edmund Gallian
Adolf Metzger Emil Wagner
Emil Schettler Karl Frey
Emil Thomaier Willi Klingmann
Oskar Kunzmann Josef Mackert
Ludwig Letzguß Karl Frey
Richard Martin Hermann Frank
Artur Kunzmann Artur Lammarsch
Am 4. September 1942 wurde eine Pflichtfeuerwehr aufgestellt. Mitglied dieser Wehr waren auch unsere heute noch aktiven Kameraden August Faß und Hermann Reinhard.
Am 16. September 1943 wurden 12 Frauen als Ergänzungskräfte und Verstärkung der Wehr, die 30 Mann stark war, festgelegt und verpflichtet.
Aus dem Bericht vom 14. Februar 1946 geht hervor, dass zu dieser Zeit Ludwig Niedderer Kommandant und Franz Kneis sein Stellvertreter war.
Am 26. November 1948 wurde Ludwig Letzguß als Kommandant vom damaligen Bürgermeister verpflichtet. In seiner Amtszeit wurde die Wehr mit Motorspritzen ausgestattet. Im Jahre 1952 mit einer „TS6-A“ und im Jahre 1963 mit einer „TS8-A“. Das Amt des Kommandanten begleitete Ludwig Letzguß bis zum 30. April 1970, wo er auf eigenen Wunsch und aus gesundheitlichen Gründen seinen Dienst in der Feuerwehr quittierte.
Sein Nachfolger wurde ab dem 1. Mai 1970 Artur Frey. Am 28. Juni 1976 erfolgte im Zuge der Gemeindereform der Zusammenschluss der Feuerwehren Unter-, Mittel- und Oberschefflenz sowie Kleineicholzheim die Gründung der Gesamtwehr Schefflenz. Aus den selbstständigen Feuerwehren, der vier Ortsteile, wurden Abteilungswehren. Als Kommandant der Gesamtwehr Schefflenz wurde Franz Deutsch aus Unterschefflenz gewählt und Gustav Kautzmann sein Stellvertreter. Der Kommandant der bisherigen Feuerwehr Mittelschefflenz Artur Frey, wurde Abteilungskommandant der Abteilungswehr Mittelschefflenz und Karl Feil dessen Stellvertreter.
Das Amt des Abteilungskommandanten begleitete Artur Frey bis Ende des Jahres 1978, bevor er aus persönlichen Gründen aus der Feuerwehr ausschied. Sein Nachfolger wurde Karl Feil und dessen Stellvertreter Engelbert Faß.
Im November 1986 gab Karl Feil auf eigenen Wunsch das Amt des Abteilungkommandanten sein Nachfolger wurde Wilfried Schneider und dessen Stellvertreter Klaus Faß.
Am 18. Dezember 1986 wurde Karl Feil zum Ehrenkommandanten ernannt.
Im Frühjahr 1979 beschaffte die Gemeinde Schefflenz ein Löschgruppenfahrzeug „LF16“, das von nun an der Abteilungswehr Mittelschefflenz als Einsatzfahrzeug diente. Die Abteilungswehr Oberschefflenz erhielt im Jahre 1984 ein „TSF8“ und Unterschefflenz 1986 ein ebensolches.
Von September 1990 bis Mai 1992 wurde in Mittelschefflenz ein neues Gerätehaus erstellt. Näheres von der Planung bis zur Einweihung ist in dem Vorwort des Arbeitbuches ausführlich beschrieben.