Freiwillige Feuerwehr Schefflenz und Elztal/Auerbach
Mit vereinten Kräften wurde Großübung bewerkstelligt.
Um stets gewappnet sein zu können, sind solche Übungen geradezu essentiell.
Schefflenz. (ax) Am ansonsten ruhigen, für viele auch arbeitsamen Samstagnachmittag dröhnte urplötzlich nicht überhörbares Sirenengeheul durch die Schefflenzer Ortsteile. Dadurch waren Bürger aufgeschreckt und es war zu vernehmen: “Nicht schon wieder !” - erinnert sei hierbei an den erst kürzlich erfolgten Total-Brandschaden in Unterschefflenz. Doch bei näherem Hinsehen konnte die Feststellung getroffen werden, dass die Freiwillige Feuerwehr Schefflenz, wie jedes Jahr wiederkehrend, eine Großübung durchführte, um stets durch effektives Tätigwerden bei Unglücksfällen gewappnet zu sein. Wie heißt es doch so schön ? Übung macht den Meister ! Kaum, nachdem der Übungsalarm ausgelöst worden war, konnten viele Feuerwehreinsatzkräfte mit ihren Einsatzfahrzeugen, allesamt mit Sondersignal fahrend, wahrgenommen werden. Der Übungsalarm bezog sich auf das ehemalige Bilger-Areal in Unterschefflenz, wo in der Werkshalle der Spedition May-Transporte ein Brandausbruch festgestellt worden war. Angenommen wurde hierbei eine Verpuffung in den Aufenthalts- und Sozialräumen im Untergeschoss des Warenlagers, in denen sich noch Personen befanden. Nachdem die FFW Schefflenz mit insgesamt 3 Löschfahrzeugen und dem Einsatzleitwagen des NOK vor Ort eingetroffen waren, fand man sich zur kurzen Lagebesprechung zusammen, um schnellstmöglich und gezielt die adäquaten Maßnahmen vor Ort einzuleiten. Zeitgleich mit der FFW Schefflenz traf auch die DRK-Ortsgruppe Schefflenz am Geschehensort ein. Da mit einer Brandausweitung zu rechnen war, wurde Abteilungswehr Elztal/Auerbach hinzugezogen, die mit ihrem Spezialfahrzeug vom Brandort bis zur Schefflenzbach reichend eine Löschwasser-Versorgungs-Leitung legten, und zwar im Bereich Kreisel in Unterschefflenz. Unterstützt wurde die FFW Elztal von der FFW-Abteilung Oberschefflenz. Schnell und anerkennend zügig, wurde dies bewerkstelligt und das Löschwasser floss zum Einsatzort, ehe das Zysternenwasser vor Ort aufgebraucht war. Auch konnte zunächst Wasser aus dem auf dem Areal befindlichen Hydranten bezogen werden. Mit Atemschutzgerät ausgerüstet erfolgte bei starker Rauchentwicklung die Bergung der noch im Gebäude aufhältlichen und verletzten Personen, die zur Erstversorgung durch FFW-Kräfte dem DRK überstellt wurden. Ein besonderes Anfordernis zeigte sich an der dortigen Papierpresse, wo eine Person, dargestellt durch eine Puppe, eingeklemmt war und mit einem Spreizer befreit werden musste. Auch gefährliche, ja explosive Stoffe (Gefahrgut) befanden sich im Gebäude. Durch Spezialisten konnte mit dem zur Hand genommenen “Hommel-Buch” das Gefahrgut identifiziert und die dafür notwendigen und erforderlichen Maßnahmen eingeleitet werden. Diese Wahrnehmung erforderte den Aufbau einer Löschstrecke mit Schaumversorgung. Die Einsatzleitung mit Gesamtkommandant Hartmut Feil, die Zug- und Gruppenführer, wie auch jeder einzelne Feuerwehrmann/frau, brachten sich allesamt mit hohem Engagement ein, so dass die Großübung letztlich nach rd. 1 ½-stündiger Dauer erfolgreich beendet werden konnte. Danach fand eine immens wichtige Nachbesprechung (Manöverkritik) im Feuerwehrgerätehaus in Mittelschefflenz statt, um künftig noch effektiver sein zu können. Im kameradschaftlichen Miteinander hatte man sich danach noch vieles zu erzählen, so dass die Zeit wie im Fluge verrann.
Alexander Bürklen